Sita Rama und Hanuman


Meine Lesung am 5.September in Heidelberg war…

erfreulich, denn als ich den schönen Hof des Völkerkundemuseums betrat, begrüßte mich der Behüter des Museums mit: „Oh, ein tie and dye sari“ und bewunderte das Kunstwerk aus feiner Seide an meinem Körper, (ein Sari bleibt ein Statement)

erbaulich, denn ich konnte in dem schönen Innenhof vortragen und das Publikum genoss den warmen Spätsommertag, während sie über Sita, die prakriti, die Natur hörten

beglückend, denn hinterher konnten wir die feinen Miniaturmalerei im Museum betrachten: Die Yogini, nackt, nur mit einem Miniröckchen aus Blättern allein mit sich in Vairagya (Losgelösheit) , und doch in Raga (Verbundenheit mit den geniessenden Sinnen) , denn sie meditiert mit aller Hingabe über Siva, und sehnt sich nach dem Göttlichen

bereichernd, denn wir standen später mit Anand Mishra auf dem großen Platz vor der alten Heidelberger Universität in der Abendsonne und das Schloss leuchtete rot auf als Anand in Sanskrit, ganz inspiriert und innig lächelnd, Poesie zitierte:
„Oh Rama, als Vater sagte, geh in den Urwald in die Verbannung, hast du ohne Zögern und Murren alles aufgegeben
solche Füße verehren wir,
Oh Rama, als Sita sagte, geh und jag das goldene Reh, hast du, wohl wissend, es ist ein Trugbild, das Reh gejagt,
solche Füße verehren wir.

In diesem Augenblick wurde für mich das selbstlose Handeln und Ego-lose Sein Wirklichkeit und ich war
beseelt.

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