sicher sein, magisch angezogen werden

in der Natur und von der Natur. Wenn sie sich offenbart passiert etwas Neues, erneuerndes und erfrischendes. Nicht umsonst ist prakriti die personifizierte Natur, die ewig Jungfräuliche, die altes Karma auffrisst und ergibst du dich ihr,  fühlst du dich jung und fein und wie neugeboren.

Der Oleander(Pflanze für siva worship) auf dem Felsen war nicht tot, denn in der Natur gibt es keinen Tod, alles kommt wieder. Ich habe ein Loch gegraben und dem Oleanderbusch Wasser gebracht, und aus dem Loch kam ein Trisul, d.h. es war längst da, nur verschüttet unter Unkraut und alten Zweigen und Blättern. Shakti offenbarte sich für einen Moment, es kam ein silberne Öllampe aus der Erde und Iyenars Sichel (Waffe vom  Gott des Anbaus in Tamil Nad) mir wurde bewusst das ich einen alte Kultstätte freigegraben habe…in der Erde roch es nach vibudhi und weisse Asche kam heraus (Pilze aus der Moderung?) ein paar Tage später trieb der Oleander neue Blätter.

Wir waren gerührt und  sicher am richtigen Platz zum richtigen Moment zu sein.  Wir haben ein hohe Lanze beim Schmidt in Kodai anfertigen lassen und sie mit einem Pudja an Vollmond für Murga (es war auch Karfreitag) installiert. Ich habe getanzt und unsere ganze Arbeitertruppe war begeistert als wir dann die Lanze hinunter trugen und mit ihnen zusammen neben dem Trisul instalierten. Sie schaut in Osten und weit unter uns, hinter dem Elefantendschungel, liegt der Pallani Tempel. Ich habe ausgeblasene Eier bemalt und an den Oleander gehängt… Osteria die alte Fruchtbarkeitgöttin ist eins mit shakti. Es gab Geschenke und sweets für alle Arbeiter.

Als dann einer der Christen in unsere Truppe meinte, es gebe auch einen alten christlichen Kultplatz auf dem Land, weit oben am anderen Ende, Nähe der Strasse, haben wir gesagt „sofort freischneiden!“Und was geschah noch am Karfreitag? – es kam ein riesengroßes altes Holzkreuz auf einem hohen Steinberg raus…..

Es klingt wohl wie im Märchen? Das Leben kann ein Märchen sein. Wenn Frau Holle angehört wird und wir uns den Aufgaben stellen. Wir suchen sie nicht, sondern die Aufgaben sind da, rufen uns wie der Apfelbaum ruft „schüttle mich und ernte meine Früchte“,  – wir müssen die Aufgaben  nur wahrnehmen und ihnen folgen. (Dieses „Selbstverwirklichungsding“ im Westen ist eine gefährliche Illusion!!!) Wir haben diese Grundstück nicht gesucht, sondern es sprach zu uns: Komm und befreie mich von den Würgern die nach der Abholzung der Tropenhölzer, die während der englischen Besatzungszeit ausgesät wurden, hier alles ersticken… es hat uns gerufen und wie magisch angezogen. So mussten wir uns dem stellen. Und sind hier und glücklich dabei. Das erste Haus ist im Bau. Wir haben einen jungen Maurer und der leitet unsere Landarbeitertruppe an. Ein  großer Brunnen wird ausgegraben, ein großer Wassertank gerade aufgebaut.  Jeder Tag ist wie Festival, wir rennen hoch und runter um überall zu schauen und mitzudenken. Die Visionen sind in uns, aber  die Arbeiter  kommen morgens mit einer Energie daher, es ist einfach Freude, das Leben so pur zu sehen, so im Moment, so yogisch, erdverbunden und nah an der shakti.

 

Ein Kommentar

  1. Liebe Anjali,

    es gibt kaum Wörter um die Freude zu beschreiben, die hervorgerufen wird bei deinem Erzählen. Es bring auch grossen Ehrfuhrt für das Wirken des LEBENS in unserem Handeln, jenseits allen egoistischen Beweggründe und Dankbarkeit für das vom LEBEN Geschenkte.

    Danke für deine monatliche Mitteilung über euere Arbeit. Alles erdenkliche Gute für eueren weiterem Wirken.

    Claire

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