Die Tür zum Erfolg

Ja, jeder würde sie gern kennen, die Tür zum Erfolg. Gibt es eine Formel? Ich stand in dem großartigen Anwesen von Winston Churchill in Chartwell, blickte in die hügelige Landschaft von Kent, sah die ausladenden herrlichen Bäume, den Rosengarten. Die orangenen Kürbisse passten so gut zu meinem Buchcover (siehe letzten Beitrag und Instagram). Ich stellte mich in die Tür seines prächtigen Hauses. War er nicht der Mann, der mit dämonischem Interesse die Trennung von Pakistan und Indien als gerade Line auf Papier geplant hatte?
Und er war ein Mann der meditierte und so viel von Malerei und Gartenkunst und der Schönheit der Natur verstand.
Ja, wie Ravana, der Dämon in meinem Roman „Als wir die Welt retteten“ verbergen sich hinter dem großen Erfolg dämonische Gewalt die gleichzeitig Schönheit durchdringt:
„Dämonen wie Ravana trugen Intelligenz, Witz, Kunstfertigkeit, Ausdauervermögen, sowie Hingabe an das Gute in sich.“

Ich habe von dem Philosophen R. D. Precht in einer Sendung gehört, dass nur 20 Menschen in Deutschland darüber entscheiden, welches Buch Erfolg im literarischen Himmel hat….das zu brechen bedarf schon ein wenig dämonische Kraft! Na, da bin ich eine Aussenseiterin und freu mich über jeden glücklichen Leser. Der Himmel ist soooo weit weg…!
Aber es haben mich viel Zuschriften erreicht und ich will die von Thomas – er hat es mir erlaubt – veröffentlichen. Sie freut mich besonders, denn sie kommt von einem Mann. Ein mich ablehnender Verlag meinte, ich könne doch als Frau nicht in der Ich-Erzählerstimme eines Mannes schreiben: hahaha, soviel zur Emanzipation!(dazu gibt es die Debatte, darf eine weiße Frau über eine Person of Colour schreiben????)
In meinem Lieblingsroman Genji von Murasaki aus dem alten Japan beschreibt eine Frau so genau und wunderbar die Gedanken und Lieben eines Mannes, eines Prinzen, wo sie selbst doch nur eine Hofdame war.
Jetzt zitiere ich Thomas: „Es ist eines der schönsten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen hatte. Es ist so interessant geschrieben, dass ich es kaum aus den Händen legen wollte. Eingetaucht in die Handlung habe ich beim Lesen Spannung, Liebe und manch andere tiefe Gefühle erfahren und sehr gut in die Rolle und Welt des Gowinda hineinversetzen können. Ich hatte das Gefühl, einen tieferen Einblick in die indische Kultur, Vergangenheit und Lebensweise zu bekommen. Meine Sicht auf dieses wundervolle Land und auf Yoga hat sich dadurch etwas verändert – manches sehe ich nun klarer und besser verbunden, eingebunden in die Geschichte. Sehr schön fand ich auch die Gegenüberstellung mit dem Epos Ramayana – als Geschichte die parallel und getrennt lief aber doch immer in Verbindung zu Gowinda’s Leben steht. Ich kann nicht gut formulieren, was es mich gelehrt hat aber ich denke heute in unterschiedlichsten Situationen immer wieder an diese Geschichten und bin sicher, dass mich bei meiner nächste Reise nach Indien Hanuman, Sita und Gowinda begleiten werden …“ 

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