Drei Fragen im April

 

1.Im Film, „Nine movements of the eyelid“ von Rajele Jain (http://rajele.net/documentary/index.html)fragt der große indische Kunstkritiker Sunil Kothari: „wo gibt es einen Tanz auf der Welt, bei dem die Tänzer Sonne und Mond im Haar tragen.“ Sriram, wie bringst du dieses kosmische Bewusstsein des indischen Tanzes, das Gefühl dass der Körper das Universum ist, den Yogaübenden bei?

Yoga und Tanz sind eng verwandt in Indien. Yoga und die indische Musik, Yoga und die indische Glaubenswelt auch. Ohne diese starken kulturellen Einbettungen ist es schwierig, das Bewusstsein zu halten auf solche Themen. Allein durch die Kraft eines Intellekts, der entscheidet und sagt, was gut und richtig ist, kann man sich nicht ausrichten. Diese Kraftquelle sollte jeder aus dem eigenen Hintergrund schöpfen lernen. Ohne eine Anbindung an diesen, wird Yoga wahrscheinlich eine Selbstbeschäftigung bleiben.

2. Yoga trägt mittlerweile hierzulande so ein Beigeschmäckle „ich will was für mich und
meinen Körper tun“, während Tänzer die Götter erfreuen oder die Erde beglücken
möchten. Hat das auch was damit zu tun das du immer wieder vom Aufforsten der
kahlen Erde Indiens sprichst, aber noch nicht viele Menschen gewinnen konntest, sich
für solche Ideen zu begeistern?

Nein, ich habe nie anderen Menschen dazu zu gewinnen versucht. Ist auch nicht mein Stil.

3.Sriram Du gibst  mit Kollegen ein Yogaseminar in „spaces“ dem Zentrum in Chennai von der Avantgardetänzerin Chandralekha gegründet. Wollt ihr damit ein Zeichen setzten?

Ich bin gespannt darauf? Dazu mehr im Mai, wenn das Seminar vorbei ist.

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