Keine andere Zeit aber eine andere Welt

In Kombai sind unsere meisten Nachbarn nicht kranken- unfall- oder lebensversichert, sie haben von solchen Dingen noch nie gehört auch nicht von Rentenkassen oder Sozialzuschüssen. Manche kamen aus dem Dschungel und sammelten Honig, haben sich in einfachen Nur-dach Hütten aus Bambus und Gras niedergelassen. Sie haben keine Besitztümer und keine Ersparnisse, sie sind im Herzen zutiefst friedlich und fürchten sich vor keinem wilden Tier, etwa vor Elefanten oder Schlangen, sie respektieren diese und arrangieren sich mit ihnen. Sie gehören einer Sippe an, die man Adivai oder Ureinwohner nennt. Sie  leben auf dem Land von Besitzern, die sie dort dulden, weil letztere in der Stadt leben. sie praktizieren eine Ur-religion des Hinduismus

Andere haben  kleine Gärten, bauen Bohnen an, identifizieren sich mit ihrer Sippe und sind christianisiert. Meistens sind sie kastenlos, Dalits, was man so gern mit Unberührbare übersetzt.  Es gibt eine Christliche Missionarsschule die ungefähr 100 Kindern Unterricht bietet, die Kinder gehen 4 – 6 km zu Fuss in diese Schule (hin und zurück bis 12 km) und überwinden große Steigungen. In der Missionarschule werden sie mit dem Stock geschlagen wenn sie unruhig sind oder nicht horchen.

Es gibt keine andere Alternativen der Bildung und ihre Eltern können weder lesen noch schreiben und  haben keine Ersparnisse. Ich würde mir mal ein paar jüdische Schulen statt christliche Schulen wünschen (wo bleiben die nur, muss es denn unbedingt der Gaza-streifen sein???) ihnen beibringt etwas anzusparen für Notfälle, denn viel von Ihnen arbeiten nun bei uns auf dem Grundstück von Base und verdienen Geld. Es könnte  ja auch eine Montessori, oder Muslimische oder oder Schule sich ansiedeln, aber es sind immer  die christlichen Institute die Bildung  zum missionieren benutzten,  den nackten „Wilden“ Blusen anziehen und Plastikeimer verschenken. Deshalb sind wir froh eine nicht konfessionsgebundene Schule bei Madurai in den „Planes“ zu unterstützen. Die  Menschen haben eine Anmut und sind unverdorben,  sind alle wunderbar und die Kinder talentiert (siehe Tanzklasse) blog. Sie wissen nicht das sie noch in paradisischen Bewusstseinszuständen leben, nur hätten alle gern das neuste Handy und Samson ist ihnen ein bekannter Name.

Ihre Zugehörigkeit zur Sippe und einer Religionsgemeinschaft ist ihnen ihr wichtigstes. Sonst fühlen sie sich verloren. Ich bin zwar völlig angetan von den Menschen und sehe mich eher als Eindringling, der hier falsche Signale setzt. Sriram und ich  fürchten auch das wir mit dem Angebot von Kursen nächstes Jahr die Gegend mit Städtern überschwemmen, die ohne Sensibilität für solche Nachbarn sind. Deshalb wollen wir sehr vorsichtig vorgehen in der Entwicklung unseres Projektes. Jedenfalls lernen wir sehr viel für unsere Leben und erfahren eine Verbundenheit zur Natur und die Einheit von Erleben Ausdenken und Erkennen – Yoga.

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