Endlich da!

Nach sechs Jahren Recherche im Ramayana, nach vielen musisch träumerischen Stunden und dazu unermüdlicher Arbeit und dem ‚dranbleiben’, ist das Buch in wundervoller Form erschienen und seit dem 13. September im Buchhandel bestell- und lieferbar. Wer es erwerben möchte, den bitte ich hier, geht doch zu den kleinen Buchgeschäften und kauft es dort und nicht bei Amazon, denn wir alle wollen doch gerade jetzt die Vielfalt retten und den alles plattmachenden Großkonzernen den Wind aus ihren Segeln nehmen.

Das ‚Damals’ ist nicht im Titel: „Als wir die Welt retteten“ beruht aber auf der damals lebendigen Zeit der 68er Revolte und den folgenden 70er Jahren, wo erstmals (wieder) die Natur wichtig wurde und junge Leute aufs Land ziehen wollten, um den Städten zu entfliehen: auch als Zeichen einer Verweigerung blindlings das zu konsumieren was die Werbung anpries. Gebrauchte Gegenstände wurden recycelt, ethnische Medizin und Wissen von Naturvölkern wurde wichtig, von Gymnastik und Leistungssport tendierten die ersten Pioniere zu Yoga und entdeckten die indischen Meister und prägten einen Trend. Genau was sich jetzt eigentlich wiederholt, nur wissen wir mehr denn je: „Jetzt gilt es die Welt zu retten!“ Also dient mein Buch zeitgemäss zur Inspiration, dass die Weltrettung möglich ist.

Der kleine wundervolle Draupadi Verlag hat gerade den Deutschen Verlagspreis 2020 gewonnen, ist sehr idealistisch ausgerichtet und kann sich keine Meute aus Vertreter für den Buchhandel leisten. Also muss ich als Autorin an der Werbung mitwirken, gerade wo ich doch längst auch ein Manuskript über eine Welt ohne Werbung im Jahr 2028 verfasst habe, d.h. ein Manuskript über das Demnächst liegt in meiner Schublade (in meiner Datei).

Aber ohne Rezensionen und Vertreter nimmt kein Buchhändler das Buch in den Laden, ohne dass sein schönes Cover gesehen wird, erwirbt es niemand und dann kann es nicht leben. Meine jüngeren Freunde sagen, ich solle doch auf Instagram gehen und ständig darüber posten, also bin ich in wenigen Tagen auch auf Instagram unterwegs und Sriram kann auch auf der Facebook Seite des Yogawegs das Buch ein wenig publik machen. Ich hoffe, es wird wahrgenommen.

Es ist erfrischend anders in der Thematik, als die meisten Themen der deutschen Schreiber, denn ich bin einfach durch mein Leben zwischen Indien und Deutschland global aufgestellt in meinem Denken und schaue nicht durch die eurozentrische Brille auf den asiatischen Kontinent. Darüberhinaus habe ich durch mein Leben als Tänzerin auch in die Sprache den Rhythmus zwischen der Übertragung des alten Epos und dem zeitgenössischen Text ausbalanciert.

Ein sehr denkwürdiger Kommentar, der mir von einem Lektorat eines großen deutschen Verlagshauses übermittelt wurde, war: Ich könnte als Frau nicht in der Rolle eines männlichen Ich-Erzählers schreiben. Das hat mich kurz aufhorchen lassen: In welcher rückständigen Welt leben die großen deutschen Verlage? Geht es jetzt tatsächlich darum, das Denken von gestern zu konservieren? Weil es mal erfolgreich war?

Und die Debatte durch Black Lives Matter ausgelöst: Weiße können nicht für Farbige Menschen sprechen, stimmt für mich auch nicht: mein Protagonist ist dunkelhäutig und ein Inder.

Denn in meinem Herzen bin ich farbig und voller Emotionen. Dass die Hautfarbe von Menschen niemals etwas mit ihren Gefühlen zu tun hat ist eine Wahrheit, denn Gefühle sind universell und Trauer oder Freude ist für Alle gleich.
Das ist der Ausgang meines Denkens; und die Anregung der Grünen, das Wort Rasse aus dem Grundgesetz zu nehmen ist für mich längst Realität, in meiner Weltanschauung gibt es dieses Wort einfach nicht.

Ich freue mich, wenn Ihr lest und mir schreibt wie ihr das Buch findet.

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