PLASTIK

Der Wind bringt Plastik aus dem Meer an Land. In Tamil Nadu ist seit 1.1 19 Plastik verboten. Die Läden müssen sich umstellen, denn Indien erstickt in Müll.
Frage bleibt: Stellen sich die Industrienationen um? Sie schiffen weiter ihren sorgfältig sortierten Plastikmüll in arme Länder. Die alten Autoreifen aus England gelangen in Containerschiffen nach Indien (The Guardian 30.1.19). In Indien werden sie verbrannt. Schwarzer giftiger Ruß steigt zum Himmel, während in Deutschland über Messwerte des Dieselausstoßes diskutiert wird. Selten wird aber darüber gesprochen, wie wir unser Leben umorganisieren, so dass weniger Autos auf der Straße fahren. Wenn der Ausstieg aus der Kohleindustrie gelingt, kann auch der aus der Autoindustrie gelingen. Arbeiter werden andere Dinge herstellen. Vielleicht gleitende Fließbänder als Straßen. Wenn erst einmal die Fantasie für ein anderes Leben leben darf, dann wenn es wieder Muse und Langweile gibt, ohne ständigen Konsum von Smart-phon-bildern und Nachrichten. Erst dann kann das ganz Andere kreiert und gedacht werden. Bis dahin sind wir brave Sklaven der Industriekonzerne und ihrer Absatzwerte.
Der Umbruch wird in Indien China und Afrika gedacht werden, dann wenn diese Länder und ihre Bevölkerungen sich endlich von der Vorherrschaft der sogenannten ersten Welt befreien können.

Ein Kommentar zu “PLASTIK
  1. Liebe Anjali,

    da sprichst Du über etwas sehr erschreckendes. Wir Menschen in den Industrienationen bilden 20 % der gesamten Weltbevölkerung und wir produzieren 80 % des Mülls, und den verschiffen wir auch noch in andere Länder. Was die Autoindustrie angeht, der Umstieg auf Elektromobilität ist sicherlich wichtig, aber ich denke genau wie Du, es ist genauso wichtig darüber nachzudenken, wie es gelingen kann Autos von der Straße weg zu bekommen und den Verkehr zu reduzieren. Möglichkeiten gibt es, man muss es nur wollen.
    Wir alle kennen die Missstände, die Informationen sind da, wir wissen, wie die Natur immer weiter vergiftet wird, wie Erde, Tiere und Menschen immer weiter ausgebeutet werden. Aber um etwas zu verändern muss einiges von dem „Komfort“ aufgegeben werden, der für die Menschen hier in der westlichen Welt schon so selbstverständlich geworden ist, und dazu sind viele nicht bereit. Das ist es, was ich als sehr tragisch empfinde. Auf der anderen Seite gibt es viele engagierte Menschen, die anders denken und etwas bewegen, und das ist etwas ermutigendes. Wie schön es ist, wenn sich Gleichgesinnte zusammenschließen und Dinge zum Positiven verändern. Hoffentlich wird es ein Umdenken in der breiten Masse geben, das Wichtigste ist sicherlich, den Mut nicht sinken zu lassen und weiter zu machen.

    Liebe Grüße
    Andreas

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