Ber­lin – eine Alternative?

Derzeit leben wir in der Nähe von Jimi Hendrix Wandbild am Thälmann-Park. (Das Internet funktioniert außerdem besser als im Odenwald!)
Hendrix ist und bleibt mein Idol. Er hatte diese kreative Spontanität, seine Kunst war nicht berechnend, oder angelegt auf Wirkung. Er kreierte im Moment aus sich und seinem Innern. Da war nichts einstudiert und sein Ziel war, jede Konvention zu brechen.

Auch deshalb übe ich täglich Yoga. Um an mein Inneres zu kommen, das was die ungeprägte, unkonditionierte Menschlichkeit ist, zu finden. Ein Unding zu erspüren und mit vielen Unworten zu erklären. Manchmal harsch zu sein, um die Oberfläche dessen, was so "slick" und be-zauber-nd daherkommt aufzukratzen. Es geht mir immer darum, authentisch zu schreiben in dieser verrückten Welt, wo wir noch viel mächtiger gewordenen Konzernen gegenüberstehen. Wo einer den anderen verschluckt bis wir nur noch wenige Verlage, wenige selbständige kleine Unternehmen haben, dafür aber die Moloche, die uns beeinflussen, was gesagt, gedacht, getan und vor allem was gekauft wird. Und da machen die derzeit Regierenden schon mit durch Anreize und Kauf-Prämien. (Deutschland ist ein Beispiel mit seiner Autopolitik.) Das läuft, zu Ende gedacht, auf etwas Totalitäres hinaus. Und dem sich entgegenzustellen ist unsere tägliche Aufgabe. Das auch ist der yogische Geist.
Und wir brauchen inspirierende, brennende Künstler, die sich gegen den Strom stellen, die noch nicht ins Unendliche eingeflogen sind, wie Jimi Hendrix... oder vom Ruhm umnebelt. Berlin hat sie, auch wenn sie nicht in der Öffentlichkeit präsent sind...sie sind irgendwo, ich spüre sie...deshalb wohne ich gern hier in der Nähe von Jimi.

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