Christliches Sadhana

Wir haben gerade in Chennai eine Aufführung von 9 jungen Buben gesehen, sie waren unter 12 Jahre. Sie kamen aus einem Dorf in Orissa, dort besteht noch die Tradition, dass mit komplexen Asanas Gruppenbilder erzeugt werden, die eine mythologisches Bild darstellen, z. B. Arjuna auf dem Wagen und Krishna oben als Wagenlenker. Die Asanas werden als Teil einer religiösen Darbietung – als worship – eingesetzt. Die Jungens waren alle in Mädchenkleidern mit Juwelen und Glocken. Ihre Agilität war unglaublich, es erinnerte ein wenig an das berühmte Gruppenphoto Krishnamacharyas mit Buben, Krishnamacharya musste diese Tradition gekannt haben. Zwischen den Bildern haben die Buben getanzt.  Die Verbindung zwischen Tanz und Asanas als Form einer künstlerischen Darstellung wurde klar.  Hier zeigte sich, wie sehr die Körperlichkeit als Gebet eingesetzt wird. (siehe Gotipua Tänzer, Orissa)

In der christlichen Kultur sind Musik und Malerei ein grosses Sadhana. Historisch betrachtet sind Verkündigung, Tod und Geburt Themen in der Musik und Malerei. Leider gab es keine Tanztradition im Christentum, es gab nur höfischen Tanz. So war der Körper nie als ein Darbringen an eine höhere Gesinnung eingesetzt. Das kann  zum falschen Körperbewusstsein während der Asanapraxis im Westen führen.Hier gilt es Bewusstsein zu entwickeln. Asanas als From des worships  zu sehen und nicht nur als Verbesserung oder Verschönerung des Selbsts.

 

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Ein Kommentar

  1. Ich habe diese faszinierenden Bilder von „Gotipua“ gefunden: http://bit.ly/XtQQr1.
    Der Vergleich von der Funktion des Tanzes in verschiedenen Kulturen ist interessant!

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